Eigene Zertifizierung Service Manager Practitioner

ZERTIFIKAT FÜR ANGEWANDTES SERVICE MANAGEMENT

 

Es ist eine Assessment basierte Prüfung zur Personen-Zertfizierung eines Practitioners. Basis ist eine bestehende Zertifizierung im Service Management (ITIL, FitSM, ISO20000, BRM o.ä.) und eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis.

Ein(e) SMP erhält ein Zertifikat, wenn sie/er:  

  • eine Projektbeschreibung  zu einem nicht trivialen Service nach standardisierten Anforderungskriterien vom itSMF Deutschland e.V. formal und inhaltlich geprüft wurde 

  • für dieses reale Projekt Referenzen/Testimonials vorliegen 

  • ein mündliches nach formalen Kriterien durchgeführtes Assessment bestanden hat, in dem die Fähigkeit zur praktischen Anwendung nachgewiesen wurde 

Das Zertifikat wird nach der erfolgreichen Pilotpahse von einer unabhängigen Zert-Organisation, die Assessments zertifizieren darf (TÜV, APMG oder andere nach ISO17021) ausgestellt werden.

 

ÜBERSICHT ZUM SERVICE MANAGEMENT PRACTITIONER

ALLGEMEIN ZU ZIELSETZUNG DER PRÜFUNG

Auftraggeber* und Arbeitgeber haben ein Interesse daran, neben den Standard-Personenzertifizierungen im Bereich IT Service Management (z.b. ITIL®, ISO/IEC 20000 oder FitSM) auch einen Nachweis über die Umsetzungskompetenz von Experten einsehen zu können. Dabei erwarten sie, dass dieser Nachweis von einer unabhängigen Organisation erbracht wird auf Basis von stringenten und transparenten Standards.
itSMF ist als eingetragener non-for-profit Verein für alle IT Service Management Professionals im deutschsprachigen Raum erste Anlaufstelle und hat über seine Mitglieder die entsprechende Befähigung, Nachweise zur Umsetzungskompetenz aussprechen zu können.
Auftraggeber und Arbeitgeber wünschen sich Mitarbeiter, bzw. Auftragnehmer, die unabhängig beraten und mit komplexen Fragestellungen umgehen können, sowie über Expertise in mehreren unterschiedlichen Methoden verfügen. SMPs sollten über ein hohes Maß an Kernkompetenzen in der Managementberatung verfügen und ein gewisses Maß an technischen Kernkompetenzen in den Bereichen Organisations- und Verhaltensänderung sowie Moderation entwickeln. Dies sind Kernkompetenzen und -fähigkeiten, die SMPs um eine durchgängige, ganzheitliche und abgerundete Beratung und Unterstützung zu bieten, in der Praxis entwickeln. Diese Fähigkeit ist erforderlich, damit Organisationen erfolgreiche Veränderungen erreichen können.
Zertifizierte SMP werden von Experten unabhängig bewertet und durch ein 360-Grad-Feedback von Dritten bestätigt. Dabei liegt der Fokus auf der Umsetzung von Frameworks oder Methoden nicht auf einem Nachweis von Curriculum basierten Wissen.

*Den Autoren ist des Themas gesellschaftliches und biologisches Geschlecht bewusst und alle setzen sich aktiv für eine gleichberechtigte und offene Gesellschaft ein. Grammatikalische Generika werden von uns als Ansprache von Gruppen ohne Bezug auf ein Geschlecht verwendet, auch wenn die Form mit der männlichen gleichlautend ist. Es sind also immer alle Geschlechter eingeschlossen.

 

SPEZIFISCHE ANSATZ DES ASSESSMENTS

Als Methode zur Prüfung hat sich ein Assessment mit den Kernen Fachgespräch und Projektdokumentation angeboten.
Service Management bezieht sich auf die Strategie, das Design, die Implementierung und das Management von qualitativ hochwertigen Informationstechnologie-Services für Unternehmen in allen Branchen. Service Management ist durch eine Reihe von geeigneten Betriebsmodellen geprägt. SMPs müssen ein Verständnis für die Beziehung zwischen diesen Modellen haben, zusammen mit praktischer Erfahrung in ihrer Anwendung in einer breiten Palette von Industriezweigen. Wir gehen daher bei den Bewerbern von einer vorliegenden Foundation Prüfung in einem gängigen Framework aus.
Zudem ist Managementberatungskompetenz, aktuelles und angewandtes Fachwissen sowie Wissen und Erfahrung in der Beratung von Organisationen bei der Implementierung und Anpassung von Service Management gefragt. Die Vorliegende Zertifizierung reiht sich in eine mögliche Folge weiterer Assessments als Start ein.

EINSTIEGSLEVEL                                                     EXPERTLEVEL (tbd)

(Practitioner)                   Voraussetzung für            (Professional)

Die Bewerber müssen eine Validierung ihrer Kompetenz nachweisen, und zwar in Form:

  • Berufserfahrung, wie in den Zertifikatsvoraussetzungen angegeben
  • Nachgewiesenes dokumentiertes Projekt 
    • Erfolgreiche Beurteilung durch Assessoren des itSMF Deutschland e.V.
  • Bezeugungen Dritter (Testimonials)
  • Nachgewiesener Kompetenz durch itSMF Assessments

Ein Zertifikat wird erst nach erfolgreicher Beurteilung aller 4 Voraussetzungen ausgesprochen.

 

DER ABLAUF DER ZERTIFIZIERUNG

Wir gehen von folgenden Phasen der Zertifizierung aus:

  • Interesse
    • Kostenfreie Beratung durch den ITSMF
    • Vorlegen der Unterlagen zur formalen Prüfung
      • Ggf. ohne Projekt Dokumentation
  • Anmeldung zur Zertifizierung
    • Einreichung alle Unterlagen
    • Begleichung der Gebühren
  • Laufendes Verfahren
    • Prüfung der Dokumentation durch die Assessoren
    • Terminierung des Assessments
      • Online oder
      • Präsenz (z.B. Jahres Kongress)
    • Assessment
  • Abschluss
    • Zertifizierung und Badge
    • Oder Hinweise für erneute Anmeldung zu Sonderkonditionen

 

OBLIGATORISCHE FORMALE VORAUSSETZUNGEN 

BERUFSERFAHRUNG:

  • Mindestens 5 Jahre operative Service Managementerfahrung
  • oder 3 Jahre allgemeine Management-Beratungserfahrung plus 2 Jahre operative Erfahrung im Service Management

ZERTIFIZIERUNG IM IT SERVICE MANAGEMENT

  • ITIL Foundation oder höher
  • FitSM Foundation oder höher
  • ISO/IEC 20000 Foundation oder höher
  • ggf. auf Antrag auch eine andere gleichwertige Zertifizierung

 

PERSÖNLICHE VORAUSSETZUNGEN

  • Deutsch in Muttersprache Qualität (Fremdsprachen nur nach Antrag)
  • Staatsangehörigkeit, Wohnort, Geschlecht oder Religion sind gleichgültig
  • Elektronische Erreichbarkeit über Videoplattformen
    • Oder Bereitschaft auf eigen Kosten innerhalb der BRD zum Assessment anzureisen.

 

DIE PROJEKTDOKUMENTATION

Die Dokumentation ist in erster Linie als ein Praxisnachweis über mindestens ein abgeschlossenes auftragsrelevantes Service Management Projekt anzusehen. Virtuelle Projekte sind also explizit ausgeschlossen. Die Dokumentation ist grundsätzlich in deutscher Sprache abzufassen. Abweichungen hiervon bedürfen der vorherigen Vereinbarung in Textform mit der Prüfungsorganisation. Der Text zum Projekt erfüllt folgende Anforderungen:

  • enthält mindestens 3 angewandte Service Management Prozesse
  • ist von beteiligten Dritten nach vorgegebenen Kriterien bewertbar
  • zeigt in seiner Beschreibung auf,
    • in welcher Form,
    • welchem Zeitraum und
    • anhand welcher Methoden die Umsetzung erfolgt ist
  • ist nachhaltig, reflektiert, CSI
  • Umfang 20-50 Seiten
  • Entspricht weiterhin der Templatevorgabe

Vergleiche: Merkblatt Projekt Dokumentation und dort Dokumentation der Bewertungskriterien

 

DAS TESTIMONIAL EINES STAKEHOLDERS

Beibringung eines oder mehrerer Bezeugungen von beteiligten Dritten über die persönlichen Kompetenzen und die Umsetzungsfähigkeit des Bewerbers.

  • Mindestens 2 Projektbeteiligte
    • (idealerweise Kundenvertreter oder Leitung des Projektes)
  • Kurzer Text der geeignet ist
    • die vorgeschlagenen Fragen zu beantworten
    • das Bewertungsschema anzuwenden
  • Raum für zusätzliche Angaben ist gegeben
  • Nutzen des Projektes und/oder Stringenz und Nachhaltigkeit

Vergleiche: Anlage T1

 

DAS ASSESSMENT

Das Assessment befassen sich auch mit der Nachprüfung des Projektnachweises mit Blick auf die Rolle und die Person des Bewerbers. Das Assessment wir die Bezugnahme auf die beschriebenen Prozesse nachvollziehen und als Fachgespräch unter Gleichen geführt werden.

Die Assessoren konzentrieren sich auf viere weitere Leistungsbereiche des Bewerbers.

  • Influencer- und Kommunikationsfähigkeiten
    • Skill- und Wissenstransfer
    • Marketing und Pflege eines professionellen Netzwerks
  • Lebenszyklen von Aufträgen und Services
    • Auftragsmanagement
  • Verstehen von Kundenbedürfnissen
    • Risikomanagement
    • Umsetzungsstärke
    • Einsatz von Lösungen, Tools und Methodiken
  • Professionalität und Ethik

 

AUSBLICK

Die Rechte an dieser Zertifizierung, dem Namen und dem Verfahren liegen bei dem itSMF Deutschland e.V. Eine kommerzielle Nutzung oder Verwertung der Inhalte ist von einer schriftlichen Genehmigung des Vereins abhängig.
Die Durchführung der Prüfung wird in naher Zukunft nach der Pilotphase an eine geeignete internationale Organisation übergeben werden.
Die Ausweitung der Verfügbarkeit in andere Länder wird über den weltweiten Verbund der itSMF initiiert.

 

Preise

  • 1.100,-€ für itSMF-Mitglieder
  • 1.250,-€ für Nicht-Mitglieder
  • Zahlung erst mit Phase „Einreichung“, zuvor kostenlose „Vorprüfung“​
  • Pilotphase: 650,-€ pro Person. Gilt nur dieses Jahr!

 

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