Prof. Dr. Holger Held - FNT Cloud Solutions GmbH

  • Jahrgang 1968
  • seit 2002 Professor für strategische Unternehmensplanung an der Hochschule Aalen (u.a. 2008-2010 Prorektor) im Studiengang Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • seit 10/2013 Geschäftsführung FNT Cloud Solutions GmbH, Ellwangen

Abstract des Vortrags

Dokumentation der IT-Infrastruktur wird häufig im Mittelstand als lästiges Übel oder „Abfallprodukt“ gesehen. Insbesondere fehlende zeitliche und finanzielle Ressourcen werden hierbei von den IT-Abteilungen als zentrale Gründe für eine fehlende Dokumentation angeführt. Nicht selten wird auch grundsätzlich die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt, schließlich „wissen die Leute vor Ort, was Sache ist“. Auf der anderen Seite sind es gesetzliche Vorgaben oder Richtlinien – man denke an die Vorgaben einer revisionssicheren Datenhaltung, ISO-Normen, BSI-Standards etc. – die eine Dokumentation zwingend erfordern. Und auch die Sicherung von sog. „biologischem Wissen in der IT“ ist gerade im Mittelstand von hoher Relevanz, was immer dann leidlich spürbar wird, wenn Mitarbeiter in den Ruhestand gehen oder aber das Unternehmen verlassen.

Wechselt man die Perspektive und versteht Dokumentation als Modellierung des Soll-Bestands der IT und sieht dies als Gestaltungsprozess einer IT-Infrastruktur, so ist Dokumentation nicht nachgelagert (ex post) sondern wird zur Planung und zukunftsorientiert (ex ante). Verschiedene Szenarien können simuliert und im Vorfeld getestet werden. Seitherige Ansätze im Mittelstand scheiterten überwiegend an folgenden Kriterien: Investitionskosten der Software, fehlende Datenbankanbindung, Dezentralität bzw. redundante Datenhaltung. Über Software-as-a-Service-Ansätze im Rahmen bspw. einer Hybrid-Cloud können diese Hindernisse effektiv und günstig beseitigt werden.