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IT-Industrialisierung
Nachdem die IT in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Industrialisierung vieler Unternehmensbereiche geleistet hat, rückt sie zunehmend selbst ins Interesse einer Industrialisierungsdiskussion. In ersten Ansätzen werden klassische Konzepte der Fertigungsindustrie auf das Informationsmanagement übertragen. Eine Automatisierung und Standardisierung von IT-Produkten, IT-Prozessen und IT-Services auf der Basis von Plattformstrategien, Servicekomponenten und –modulen sowie die damit geforderte kontinuierliche Verbesserung, Mess- und Steuerbarkeit sind neben den geeigneten Sourcing-Strategien die aktuellen Ansatzpunkte zur Umsetzung der IT-Industrialisierung.

IT-Business-Integration
Das seit Jahren geforderte IT Business Alignment wird mit den aktuellen Anforderungen an das IT Service Management, wie sie beispielsweise in ITILv3 formuliert sind, deutlich in Richtung IT Business weiter entwickelt. Demnach ist es nicht mehr ausreichend, dass die IT das Business optimal unterstützt, sondern der IT wird mit diesem Ansatz die Aufgabe übertragen, durch geeignete Konzepte das Business zu treiben. Die damit einhergehende Diskussion um den Wertbeitrag der IT zum Kerngeschäft der Unternehmen stellt heute noch viele IT Professionals und IT-Organisationen vor bislang unbekannte Herausforderungen. Basis für eine erfolgreiche IT Business Integration ist dabei das wechselseitige Verständnis zwischen IT und Fachbereichen über die Anforderungen und die Leistungsfähigkeit.

Reifegrad und Zertifizierung
Die objektiv messbare Transparenz der Leistungsfähigkeit und Kosten von IT-Prozessen ist die Voraussetzung für deren unternehmensinterne und unternehmensübergreifende Positionierung und Vergleichbarkeit. Neben einer durch internationale Standards initiierten Zertifizierung von IT-Organisationen (z.B. ISO 20000) rückt die Beurteilung der eigenen Leistungsfähigkeit einer IT-Organisation im Sinne einer Reifegradbestimmung (Maturity) und die daraus abzuleitenden Entwicklungspotenziale (Capability) zunehmend in das Interesse der IT-Verantwortlichen. Hier gilt es – im Sinne von Best Practices – bestehende Ansätze wie beispielsweise die Reifegradbestimmung mit CMMI auf die IT-Prozesse anzuwenden. Daneben stellt sich die Frage, inwieweit Zertifizierungsaufwendungen tatsächlich nachhaltig zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit der IT beitragen können und damit die entstehenden Zertifizierungskosten zu rechtfertigen sind. Hierzu sind Erfahrungsberichte von Unternehmen, die Zertifizierungsprozesse angestoßen bzw. bereits durchlaufen haben, von hohem Interesse für die ITSM Community.

ITSM in der Praxis
„Von Erfahrungen lernen“ ist das Motto dieses Kongress-Streams. In Berichten aus konkreten ITSM-Projekten wird über typische Erfolgsfaktoren ebenso wie über Hürden und Fallstricke berichtet und die Übertragbarkeit der jeweiligen Erfahrungen diskutiert. Hierzu zählen neben den aus ITILv2 bekannten ITSM-Disziplinen auch schon erste Umsetzungsberichte über den Umgang mit den Anforderungen aus ITILv3.