Sascha Meyer, Franziska Wauch

Wie viel Agilität verträgt ITSM? - Perspektiven agiler Methoden im IT Service Management

Auf Enterprise 2.0 folgt die Agile Organisation
Seit Jahren etablieren sich agile Methoden in der IT. Und wenn eine Methode in einem Bereich erfolgreich eingesetzt wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis diese auf andere Bereiche übertragen wird. Das Schlagwort Enterprise 2.0, welches durch den Erfolg von Social-Software-Systemen wie Wikipedia in aller Munde gelangte, hat bereits weitgehend Einzug in die Unternehmensrealität gehalten. Nun dreht es sich vielerorts um das „Agile Unternehmen“ oder die „Agile Organisation“. Ob das zu weit gegriffen ist? Das werden die ersten Erfahrungen in den nächsten Jahren zeigen.

Naheliegend ist die Idee, agile Werte und Methoden in andere Unternehmensbereiche zu übertragen, auf jeden Fall. Agilität in Unternehmen wird nicht erst seit den Erfolgen von Scrum & Co. gefordert (vgl. bspw. [Förster & Wendler 2012] oder [Scheer et al. 2006]). Die Etablierung agiler Werte und Methoden hat sich in IT-Projekten und der Softwareentwicklung weitgehend als sehr erfolgreich herauskristallisiert. Direkt betroffen davon sind auch ITSM-Bereiche, die sich durch den Einsatz von Scrum & Co. mit neuen Anforderungen konfrontiert sehen. DevOps, Continual Beta oder „Bring your own device“ sind nur einige der neuen Schlagwörter. Häufige Servicebereitstellungen und -updates werden zur Regel. Die Frage, ob und wie ITSM-Bereiche auch von den Vorteilen agiler Werte und Methoden profitieren können, ist somit naheliegend.