Gerry Wallner

Ausgebremst – Mobiles IT-Service-Management

Lange hatte die IT den Daumen drauf, wenn es um die Ausgestaltung des Mobile Workplace im Unternehmen ging. Zu lange. Jetzt durchkreuzen Endanwender und Hersteller starre Jahrespläne des IT-Managements mit immer neuen Mobilitätsanforderungen. Zeit, um alte Verhaltensweisen über Bord zu werfen und gemeinsam mit dem Business die Basis für ein tragfähiges, mobiles IT-Service-Management zu schaffen.

1 IT als interne Kontrollinstanz

Schon vor gut 10 Jahren keimte der Mobile Workplace, wenn auch noch sehr zaghaft, bei den Business-Anwendern auf. Bereits damals wollten sie per Laptop mobil von unterwegs aus arbeiten und fragten nach einer stabilen Anbindung an das Unternehmensnetzwerk. Das waren die Anfänge der Mobilität, in denen die IT bereits mit den ersten Herausforderungen mobiler Systeme konfrontiert wurde und sich auf veränderteGeschäftsprozesse einstellen musste. Zunächst wurde das getan, was für die Unternehmen am wichtigsten erschien: Sicherheitsrichtlinien für mobile Systeme und Desktops entwickeln, Support aufbauen und Konnektivität herstellen. Ab diesem Zeitpunkt lernte der mobile Anwender die Bedeutung der Worte »nicht unternehmenskonform«, »keine Verbindung«, »wird nicht unterstützt« erst richtig kennen. Denn alle Anwendungen, die den Radius zum Unternehmensnetzwerk vergrößerten, mussten zunächst von der »Prüfstelle« IT fachmännisch begutachtet werden. Erst wenn Sicherheitsprobleme aus dem Weg geräumt und mobile Systeme von »oben« abgesegnet waren, gab es grünes Licht.