Michael Rüggeberg, Katharina Schmied

ITIL® V3 und COBIT® 4.1 – zwei Frameworks mit Gemeinsamkeiten?

Die Entwicklungen der letzten Jahre stellen Unternehmen und deren IT-Organisationen vor vielfältige neue Herausforderungen. Neue Anforderungen der Geschäftsbereiche und anderer Interessenten einerseits und die steigende Verantwortung der IT andererseits setzen die IT-Organisationen unter enormen Druck.

Jede IT-Organisation muss sich heute den Themen IT-Governance, IT-Agilität, Wertbeitrag der IT, Kostenoptimierung und nicht zuletzt der Einhaltung von den gesetzlichen Anforderungen stellen. Eine Vielzahl von Standards und »Good Practices«-Rahmenwerken nehmen für sich in Anspruch, die genannten Themen zu adressieren und die Effizienz und Effektivität der Unternehmen zu fördern. Damit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, zwischen den zahlreichen am Markt verfügbaren Standards und »Good Practices«-Rahmenwerken auszuwählen. Häufige Fragen sind z. B.:

  • Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede weisen die verschiedenen Standards und »Good Practices«- Rahmenwerke auf?
  • Nach welchen Kriterien sollen »Good Practices«-Rahmenwerke und Standards für das eigene Unternehmen ausgewählt werden?
  • Wie können die ausgewählten Standards und »Good Practices«-Rahmenwerke in die bestehenden Strukturen integriert werden?

Einheitliche Verfahren oder »Rezepte« zur Beantwortung dieser Fragen gibt es derzeit nicht. Wichtig ist aber, bei der Entscheidung oder Auswahl von Rahmenwerken das gesetzte Ziel im Auge zu behalten. In der Praxis werden häufig mehrere Standards gemeinsam eingesetzt. Die wohl bekanntesten Rahmenwerke sind ITIL und COBIT.

Beide Rahmenwerke finden in vielen Unternehmen oftmals bewusst oder unbewusst Anwendung. IT-Revisionen und Wirtschaftsprüfungsinstitute prüfen auf Basis von COBIT – oftmals ohne COBIT dabei explizit zu nennen. Betriebsorientierte Bereiche setzen vorzugsweise ITIL ein, da ITIL im Falle einer praxisorientierten Adaptierung die IT-Prozesse effektiver und effizienter gestaltet.