Motivation

Die Antwort auf die an sich einfache Frage

"Wie ist der Wertbeitrag oder Nutzen der IKT im Unternehmen?"

ist in den zu berücksichtigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen von einer Komplexität, die heute regelmäßig nicht mehr beherrschbar ist.

Nahezu jede IT-Organisation sieht sich damit konfrontiert, aber was heißt das genau, was ist die Anforderung? Was tun?

Zur Bestimmung monetärer Wertbeiträge von IT-Projekten lassen sich intuitiv Produktivitätssteigerungen oder Kosteneinsparungen benennen. In der Praxis ist es jedoch nicht trivial, Erfolge (oder auch Misserfolge) auf der Business-Seite ursächlich durchgeführten Projekten im IT-Bereich zuzuschreiben.

Bei einer detaillierteren Betrachtung ist festzustellen, dass der Business-Seite und der IT-Seite oft unterschiedliche Erfolgsfaktoren und Grundannahmen zugrunde liegen. Nur Best Practice nach z.B. ITIL reicht hier nicht. Industrielle Verfahren und Kennzahlen "in der Sprache des Business formuliert" werden benötigt.

Ziele

In diesem Fachforum soll es um Themen und Fragen gehen, die mit der Wertbeitragsdarstellung zusammen hängen.

Im Fokus sind die Nutzer- und Geschäftsprozess-zentrierte Messung und Visualisierung der IT-Servicequalität sowie der Einsatz von Indikatoren zur Qualitätsmessung, die aus Business- als auch aus IT-Perspektive gleichermaßen verständlich erscheinen und somit eine gemeinsame Diskussionsbasis bilden.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer Methode zur Verifizierung (oder Wiederlegung) von Prognosen zum Wertbeitrag von IT-Projekten.


Kontakt

Wenn Sie die Ergebnisse dieses Fachforums interessieren – besser noch: wenn Sie aktiv mitgestalten wollen – dann treten Sie mit uns in Kontakt.


Schwerpunkte und Inhalte

Das Fachforum "Wertbeitrag der IT" beschäftigt sich mit prognostizierten und tatsächlichen Mehrwerten von IT-Projekten. Hierbei geht es weniger um die Bewertung (bzw. das Controlling) der Projekte selbst, sondern um Wertbeiträge, die von in Projekten geschaffenen Lösungen ausgehen.

In der Sprache des Business müssen Metriken für Kennzahlen wie die Abrufbarkeit angebotener Leistungen, Skalierbarkeit und Flexibilität auf der Geschäftsprozessseite sowie der Kosten und Performance von Nutzeffekten erbrachter Serviceleistungen gefunden und beschrieben werden,

Das Fachforum entwickelt Standards für Methoden zum Bestimmen, Messen und Bewerten Business-adäquater Kennzahlen und grenzt sich inhaltlich von System- und Anwendungsorientierten Kennzahlen (bekannt aus dem Systemmonitoring) ab.

Ideen für die kommende fachliche Arbeit

  • Bewerten der vier Indikatoren IT-Ressourcennutzung, IT-Ressourceneinsatz, Performance und Nutzenintensität
  • Bewerten und visualisieren der Abweichungen realer, gemessener Werte von vorgegebenen Zielwerten mit Hilfe zweier Toleranzintervalle

    • in der ersten Stufe eine Warnung und
    • in der zweiten Stufe erforderliche Eingriffe (von außen)

  • Eine besondere Herausforderung stellt die Bewertung von Tendenzen, Schwankungen und Spitzen entlang des Zeitverlaufes dar (hinsichtlich der Nutzung von IT-Ressourcen vergleichbar mit "Lastprofilen" beim Stromverbrauch)
  • IT-Versorgung bei Schwankungen ... sind oft dadurch begründet, dass innovative Geschäftsprozesse in der heutigen Zeit oft nicht mehr standardisiert und stets gleichförmig ausgeführt werden. Vielmehr werden sie oftmals erst zur Laufzeit aus einer Vielzahl verfügbarer IT-Services dynamisch orchestriert

Leitung des Fachforums

Dr. Peter Samulat - expertplace networks group AG

Dr.-Ing. Peter Samulat ist Principal Consultant bei der expertplace networks group AG, Köln. Sein Fokus liegt auf der Weiterentwicklung von Organisationen auf Basis moderner Technologie, auf bestehenden Produkten und Dienstleistungen und – vor allem – auf den Menschen, die das betrifft: Dem Personal Change.

Dr. Samulat absolvierte 1982 das Studium der Elektrotechnik an der Universität der Bundeswehr Hamburg. Nach langjähriger freiberuflicher Tätigkeit als IT-Berater, Softwareentwickler, Dozent und IT-Projektleiter folgten von 2002 bis 2015 eine Reihe von Aufgabenstellungen als IT-Manager und -Projektleiter in dem in der digitalen Transformation sehr engagierten Medienkonzern Axel Springer SE und der OTTO GmbH & Ko KG. Es folgten eine Vielzahl von Leitungsaufgaben in Change- und Transformationsprojekte für KMU, im Öffentlichen Dienst und für Konzerne.

2014 Promotion bei Prof. Zarnekow, TU Berlin, zum Thema Wertbeitrag der IT (Business Value of IT) – und das lange ITIL 4. Dr. Samulat ist Initiator des itSMF-Fachforums "Wertbeitrag der IT" sowie Impulsgeber in Innovationszirkeln und Expertengremien, Fachbuchautor und Inhaber von Lehraufträgen.

Peter Bergmann - Institut für Digitale Transformation

Als Mitbegründer des 2013 gestarteten Instituts für Digitale Transformation besetzt Peter Bergmann Themen wie Service Brockerage, Organisationsformen und Multi-Supplier Management. Als Richtschur des Denkens und Handelns sieht er die Orientierung der IT-Abteilungen an systemischen Arbeitsformen und Prozessen. Hierbei kommt es auf einen Paradigmenwechsel im Verständnis insgesamt und auf begeisterte Manager und Mitarbeiter in der IT an.

Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. als Herausgeber der Autorensammlung "Perspektivwechsel im IT Service Management" (2015) und als Autor des bereits 2006 erschienen Buchs "ITIL - die Schattenseiten eines Hypes" und Vorträge bzw. Moderationen von Podiumsdiskussionen repräsentieren das starke Interesse am Markt für Ideen und Positionen zur künftigen Umgestaltung innovationsbereiter IT-Bereiche.

Digitalisierung, Industrie 4.0 und Transformation IT werden mit dem pragmatisch geprägten Engagement von Bergmann Realität. Aktuelle Positionspapiere wie "Die digitale Neuvermessung von Wirtschaft und Gesellschaft" (2018) und "Deutschland deine Digitalisierungsbremsen" (2017) erzeugen bei Lesern Denkanstöße und lebhaftes Interesse insgesamt.